Greenpeace hat Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer im Mai 08 in Berlin einen Appell übergeben. Er richtet sich gegen den Anbau des Gen-Maises MON810 in Deutschland. Zusammen mit 360 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fordert Greenpeace, den Anbau des gentechnisch veränderten Maises sofort zu stoppen.
Zu den namhaften Bürgern, die den Appell unterstützen, gehören: der Geschäftsführer Alfred T. Ritter der bekannten Marke RitterSport, der Babykosthersteller Claus Hipp, der Oberbürgermeister von München Christian Ude, der Eichstätter Dompfarrer Franz Mattes, der Koch und Inhaber des Sterne-Restaurants „Residenz“ Heinz Winkler sowie der Vorstandsvorsitzende der Supermarktkette tegut Wolfgang Gutberlet.
Die Aussaat von Mais beginnt in diesen Tagen und trotz bestehender Gefahren für die Umwelt darf der Gen-Mais auch dieses Jahr wieder auf deutschen Äckern ausgebracht werden. Während andere europäische Länder wie Frankreich, Polen, Österreich, Ungarn oder Griechenland den Verkauf des Saatguts verboten haben, gibt sich das deutsche Landwirtschaftsministerium trotz ernsthafter Sicherheitsbedenken mit einem völlig unzureichenden Umweltbeobachtungsplan der Saatgutfirma Monsanto zufrieden.
Noch letztes Jahr hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in einem Bescheid an die Firma Monsanto bestätigt, dass aufgrund zahlreicher neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse Umweltgefahren von MON810 ausgehen können. Der im Dezember 2007 vorgelegte Überwachungsplan der Firma Monsanto ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) nicht geeignet, diese Gefahren ausreichend zu kontrollieren.
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass sich der Anbau des Gen-Maises auf Tierarten wie zum Beispiel Schmetterlinge, Honigbienen, Spinnen, Regenwürmer und Wasserlebewesen negativ auswirken kann. Die europäische und nationale Gesetzgebung fordert in diesem Fall ein sofortiges Verbot für den Anbau von Gen-Pflanzen.
Horst Seehofer muss den Anbau des Gen-Maises sofort stoppen. Da die Gentechnik eine Risikotechnologie ist, gilt hier das Vorsorgeprinzip. In dem Moment, wo Gefahren für Mensch und Umwelt bestehen, müssen vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden
, sagt Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace. Dass der Gen-Mais jetzt trotz der bekannten Risiken wieder ausgesät werden darf, ist absolut verantwortungslos und nicht nachvollziehbar.
(Autorin: Stefanie Töwe, Greenpeace)
Meine Meinung dazu:
Leute keine Aufregung – alles halb so schlimm. Die haben nicht so viel Sachverstand wie ich. Das ist doch alles ganz anders. Die Herren Hipp und Ritter verstehen die Sache nicht so richtig. Wichtig ist doch auch bei Hipp, das Glas soll Halbvoll sein – positiv sehen. Halbleere Gläser kauf keiner. Mein Gen-Mais-Pollen fliegen doch Meilenweit. Mein besonderer Mais bekommt den Knaller-Slogan: „MON810 – es kann nur einen geben – sterben darfst Du sowieso“.


